Presseberichte über die .


April 2010

Geißbock im Dom-Turm
"Kösch für anzeluure": Damenquartett stellt bei der KSK aus

BERGHEIM. Es braucht schon ein geübtes Auge, um das gehörnte Wappentier des FC in diesem kunterbunten Sammelsurium kölscher Symbolik ausfindig zu machen. Gerd Ross jedenfalls brauchte bei der Ausstellungseröffnung in der Bergheimer Kreissparkassen-Filiale einen zweiten Anlauf, ehe er den Geißbock im rechten Turm des Doms unter einer Acrylschicht pappen sah. Wie hätte der Regionaldirektor auch ahnen können, dass Michaela Hauser ein farblich verfremdetes Zeitungsfoto des guten Hennes ausgerechnet dort hineintapezieren würde?
Wer in der Ausstellung der vier "Art!Verwandten" eine der üblichen Zusammenstellungen aus Stadtbild-Silhouetten, Clownsfratzen und Rheinauen-Romantik vermutet, sieht sich getäuscht. Es hat etwas erfrischend Unvoreingenommenes, wie Ilona Schröter, Petra Schneppenheim, Anita Reßmann und Michaela Hauser auf die Domstadt blickten und jede für sich ihre Ergebnisse unter dem Titel "Kölsch für anzeluure" zusammentrug. "Zwischendurch haben wir uns immer wieder getroffen und diskutiert", erzählt Schröter aus der Schaffenszeit. Auch kontroverse Motive - etwa ein von Minarettspitzen überragtes Domdach vor glutrotem Himmel - waren möglich. Und beim Anblick einer Severinsbrücke zur blauen Stunde, mit Kussmündern zugebützter Karnevalscollagen und expressionistisch dahingetupfter Heinzelmännchen konnten Gerd Ross und KSK-Bezirksdirektor Gerd Fuhrbach nicht mehr anders, als sich die Ausstellung in die größte KSK-Kassenhalle des Kreises zu holen. Bis Sonntag, 23. April, sind die Gemälde der Künstlerinnen zu den üblichen Öffnungszeiten der Filiale im Übrigen nicht nur zu sehen, sondern auch zu erwerben.

Bericht von THOMAS SCHUBERT


25. November 2009

Ausstellung in der Burg Hemmersbach vom 01.09. bis zum 20.12.2009
 

 



Sonntags Post
28.03.2009

"Malen ist eine Sprache", die Menschen verbindet
Ausstellung von Anita Reßmann im Herbert-Wehner-Haus

Foto: TafelskiKerpen-Brüggen (dit). Das Thema der Ausstellung der Künstlerin Anita Reßmann "Farben als Wegbegleiter" ist wohl gewählt. Wie die Besucher der Vernissage aus der Laudatio der Malerin Lilo Scheuer-Hagenmüller entnehmen konnten, haben Farben einen direkten Einfluss auf die Seele der Menschen und wecken Emotionen. "Sie werden Bilder sehen, von denen Kraft ausgeht. Sie werden Farben sehen von denen Stille ausgeht. Sie werden Bilder sehen die ihnen einfach gefallen werden", beschrieb Lilo Scheuer-Hagenmüller die ausgestellten Werke. Anita Reßmann lernte bei Scheuer-Hagenmüller nicht nur die Farbenlehre, sondern auch an die eigenen Fähigkeiten zu glauben. Daraus sind viele Ölgemälde entstanden. Davon sind 30 bei der AWO im Herbert-Wehner-Haus ausgestellt.

Neben Reßmanns Werken können die Besucher auch Werke der Heimbewohner bestaunen. Aus dem Projekt Malen für Menschen mit Demenz, das Anita Reßmann im AWO-Haus leitete, sind beachtliche Bilder dieser Menschen entstanden. Während der Arbeit mit den Bewohnern ist der Künstlerin aufgefallen, wie beim Malen Barrieren fallen und die Menschen aus sich heraus gehen und sich der Sache hingeben. Das hat sie besonders gefreut. "Jeder drückt etwas in den Bildern aus", sagte Reßmann.

Es sind Emotionen oder Eindrücke, die Bilder entstehen lassen und den Betrachter ansprechen. Das Malen wird zur Sprache, die Menschen miteinander verbindet. Die Idee zu dem Projekt hatte Anita Reßmann, die im AWO-Haus tätig ist. Heimleiterin Martina Spork-Riensch war davon gleich begeistert. Eine Ausstellung sollte dem Projekt folgen. So erfreuen die farbenfrohen Bilder während der Ausstellung die Besucher des Herbert-Wehner-Hauses. Ein Bild bleibt auf Dauer im Haus - eine großformatige Tulpe, die Lilo Scheuer-Hagenmüller den Bewohnern des Hauses schenkte.

Foto: Tafelski



Oktober 2007 - Tage des offenen Ateliers


Sonntags Post
Oktober 2007 - Tage des offenen Ateliers

"Mit Bildern ist es wie mit Nachbarn"
Sieben hiesige Künstlerinnen stellten ihre Bilder im Atelier "Agora" vor

Kerpen-Brüggen (mh). "Vor ein paar Wochen bekamen wir das Angebot, bei den Tagen der "Offenen Ateliers" unsere Bilder auszustellen und dann brach erst mal Panik aus", erzählte Margot Springmann lachend. Mit fünf anderen Künstlerinnen (Petra Schneppenheim, Anita Reßmann, Michaela Hauser, Sabine Niggemann und Ilona Schröter) hatte sich die Brüggenerin nach sechs Jahren Malunterricht bei Lilo Scheuer-Hagenmüller, der Besitzerin des Atelier Agora in Brüggen, zusammengetan um das Künstlersextett "art!verwandte" zu gründen.

Dem Angebot Scheuer-Hagenmüllers, bei den Tagen der "Offenen Ateliers" zusammen mit ihr ein paar Werke auszustellen, waren die Frauen sofort gefolgt. Doch keine Premiere ohne Hektik und Stress: Die sechs Künstlerinnen hatten zwar schon mit ihrem Projekt "grün" begonnen, bis zur Vollendung der Kunstwerke sollte es aber noch einige Zeit dauern. Nun musste alles ganz schnell gehen.

Zuhause malten die Künstlerinnen jeweils mindestens fünf kleine Acryl- und Ölbilder auf Leinwand, bei der jede den Arbeitstitel "grün" für sich selbst interpretieren durfte. Bei der Ausstellung sollte jedes Kunstwerk als Puzzleteil eines großen Gesamtkunstwerkes dienen. "Bis zum Ende hin war sich niemand sicher, ob die Bilder überhaupt zusammen passen", gestand Springmann schmunzelnd. "Mit Bildern ist es wie mit Nachbarn: Mit dem einen versteht man sich, mit dem anderen nicht", ergänzte Mentorin Scheuer-Hagenmüller.

"Das richtige Hängen der Bilder ist nicht einfach. Manche Bilder passen einfach nicht nebeneinander." Natürlich stand sie ihren Schützlingen beim Aufhängen der Bilder fachmännisch zur Seite und letztlich mussten deshalb auch vier Bilder wegen des unzumutbaren nachbarschaftlichen Verhältnisses wieder abgehängt werden. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Das Gesamtkunstwerk, bestehend aus 38 kleinen Bildbausteinen, zeigt nicht nur schnöde ein paar verschiedene Grüntöne, sondern unterschiedlichste Interpretationen.

So bediente sich Springmann kleiner Kästchen in variierenden Grünabstufungen, denen sie jeweils die exakte Komplementärfarbe - verschiedene Rottöne - entgegensetzte. Eine andere Künstlerin benutzte für ihre Interpretation Froschmotive und wieder eine andere malte Pflanzenstrukturen. Obwohl die Werke bunt gemischt nebeneinander hängen, fällt es dem aufmerksamen Beobachter nicht schwer die Bilder jeder Künstlerin zu identifizieren.

Für ihre Atelierbesucher und Schüler hat Mentorin Scheuer-Hagenmüller eine kleine Einführung in die Farbwelt organisiert. Auf Europaletten, die vor dem Eingang des Ateliers im Innenhof ausgelegt sind, hat sie die Ergebnisse wissenschaftlicher Ausarbeitungen zum Thema menschliche Assoziationen mit bestimmten Farben in künstlerischer Art und Weise zusammengefasst.